NLP Glossar

Glossar

Als-ob-Rahmen Wenn wir „so tun als ob“ (z.B. ein Ziel schon erreicht wäre), verlassen wir gewohnte Denkmuster und können leichter Zugang zu unbewussten Kräften und Ressourcen bekommen.

Ankern Reize (akustisch, durch Berührung ...) lösen bestimmte Zustände aus oder aktivieren intensive Erinnerungen. Durch bewusstes Setzen und Auslösen von Ankern ist eine (positive) Zustandsverbesserung und der Zugang zu Ressourcen möglich.

Beliefs Siehe „Glaubenssätze“

Chunking Eine Erfahrung oder Überzeugung wird in kleinere oder größere Einheiten („chunks“) aufgeteilt. Beim „Chunking up“ begibt man sich auf eine höhere, allgemeinere, beim „chunking down“ auf eine niedrigere, konkretere Ebene.

Future Pace Der imaginäre Schritt in die Zukunft, um die Durchführbarkeit eines neuen Verhaltens oder die Auswirkungen eines erreichten Ziels durchzuspielen.

Feedback Im NLP gehen wir davon aus, dass es keine „Fehler“ gibt, sondern nur Feedback, das wir nutzen können, um unser Verhalten zu verändern.

Generalisierungen Verallgemeinerung. Eine konkrete Erfahrung wird verallgemeinert und auf ähnliche Situationen übertragen. Diese Generalisierungen können nützlich sein, damit wir uns im Leben besser zurecht finden und nicht jeden Tag alles neu lernen müssen. Es gibt aber auch viele Generalisierungen, die auf einmaligen Erfahrungen basieren und wenig sinnvoll sind. Sie können uns das Leben schwer machen und uns einschränken. („Niemand liebt mich“. „Alle wollen mich nur ausnutzen“.)

Glaubenssätze Generalisierungen über die Welt und uns selbst, die unser Verhalten und unsere Gefühle beeinflussen. Einige Glaubenssätze werden schon sehr früh in der Kindheit gebildet und sind uns kaum noch bewusst. Einschränkende Glaubenssätze hindern uns häufig daran, unsere Ziele zu erreichen.

Hypnose s. auch „Trance“. Wichtiges Element der Arbeit mit NLP. Im Gegensatz zur früher eingesetzten „autoritären“ Hypnose ist die hypnotische Arbeit nach Milton Erickson „permissiv“ und zielt darauf ab, den Menschen in Trance in seinem Unbewussten selbst die für ihn passende Lösung finden zu lassen.

Inkongruenz „Nichtübereinstimmung“. Gemeint ist der Widerspruch zwischen verbalen Äußerungen und körperlichen Signalen. Z.B. „Ich tue das gern“ mit gleichzeitigem oder kurz darauf folgendem Zurückweichen oder Kopfschütteln. Inkongruenz verweist häufig auf einander widersprechende Teile (siehe diese) innerhalb einer Gesamtpersönlichkeit.

Kalibrieren Genaues Beobachten der nonverbalen Signale eines Gegenübers, um seinen Zustand zu erkennen.

Kongruenz Zustand des Übereinstimmens von Verhalten, Strategien, Überzeugungen. Alle Persönlichkeitsanteile arbeiten für ein gemeinsames Ziel zusammen.

Logische Ebenen Nach Gregory Bateson, von Robert Dilts weiterentwickeltes Modell, nach dem jede höhere Ebene die Informationen der jeweils darunter liegenden Ebene des Lernens und Verhaltens organisiert. Auch „neurologische Ebenen“.

Meta-Modell Durch Beobachtung der Sprachstrukturen bedeutender Therapeuten von John Grinder und Richard Bandler entwickeltes Modell, das in Anlehnung an die Transformationsgrammatik Oberflächen- und Tiefenstruktur unterscheidet. Sprachliche Muster und Ausdrucksweisen in der Oberflächenstruktur können auf Einschränkungen in Wahrnehmung und Erleben hinweisen. Durch Hinterfragen können diese Einschränkungen aufgehoben und wieder ein breiteres Spektrum der Wahlmöglichkeiten in Verhalten und Strategien entwickelt werden.

Milton-Modell Die „Umkehrung“ des Meta-Modells. Dieses Sprachmodell geht auf die von Milton Erickson eingesetzten Sprachmuster zurück und bleibt bewusst vage und unbestimmt. Dadurch kann das Unbewusste des Zuhörers „auf die Suche gehen“, um die für die betreffende Person passende Lösungsmöglichkeit zu finden.

Ökologie Die Einbeziehung und Rücksichtnahme auf alle Persönlichkeitsteile sowie auch den Kontext und die Beziehungen, um sicherzustellen, dass eine angestrebte Veränderung oder ein Ziel mit der gesamten Lebenssituation zu vereinbaren ist.

Positive Absicht Im NLP gehen wir davon aus, dass hinter jedem Verhalten, mag es noch so absurd oder schädlich erscheinen, eine positive Absicht für die Gesamtpersönlichkeit steht.

Rapport Eine Beziehung gegenseitigen Vertrauens und Verstehens auf verbaler und nonverbaler Ebene, Grundvoraussetzung für gelungene Kommunikation, insbesondere im Therapie- oder Coachingkontext.

Reframing Umdeuten. Durch Veränderung des Bezugsrahmens einer Aussage wird ihr eine andere Bedeutung verliehen.

Ressourcen Kraftquellen und Fähigkeiten, die einen Menschen befähigen und unterstützen, um seine Ziele zu erreichen. Dies können sowohl äußere als auch innere Ressourcen sein. Ein Ziel der Arbeit im NLP besteht darin, diese manchmal „verschütteten“ Ressourcen wieder zugänglich zu machen, damit die betreffende Person wieder ihr ganzes Potential leben kann.

Timeline Zeitlinie. Menschen „speichern“ in einer bestimmten Anordnung Bilder, Geräusche und Gefühle aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese „Linie“ kann bei verschiedenen Menschen unterschiedlich aussehen. In der Timeline-Arbeit ist es möglich, vergangene Erfahrungen umzudeuten, Ressourcen zugänglich zu machen und Ziele und erwünschte Verhaltensänderungen in die Zukunft zu projizieren.

Trance Ein veränderter Bewusstseinszustand, in dem die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist und die Grenze zwischen bewusstem Denken und Unbewusstem gelockert wird, z.B. um Zugang zu Ressourcen zu erlangen. Trance kann in unterschiedlichen Tiefen bei der Arbeit mit NLP genutzt werden. s.auch „Hypnose“.

 

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